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Dienstag, 12.12.2017
2005: alte Geräte türmen sich auf
2008: eine geordnete Ausstellung

Vom Kuhstall zum Ausstellungsraum

Nach Süden wird der Hofraum durch eine Reihe von Stallgebäuden abgeschlossen. Das Drempelgeschoss mit dem Dachraum ist als Lagerboden verwendet worden. Der an die Scheune angrenzende Kuh- und Futterstall stammt aus dem 19. Jahrhundert, wobei noch älter Grundmauern überbaut wurden. Dies gilt insbesondere für die südliche Erdgeschosswand. Sie ist vermutlich noch Bestandteil des Vorgängerbaues, der in der Flurkarte von 1852 eingetragen ist.
Das Erdgeschoss ist aus Kalksteinmauerwerk errichtet und mit einer preussischen Kappendecke eingewölbt. Das Drempelgeschoss besteht aus gebeiltem Sichtfachwerk mit Ausfachungen aus ungebrannten Lehmsteinen. Das Dach wurde um 1980 mit verschiedenen älteren Biberschwanzziegeln umgedeckt. Teile der bauzeitlichen handgebeilten Dachlattung mit einer Lattenweite von 16-17 cm sind erhalten.
1929 erfolgte die Verlängerung des Kuhstalls nach Westen. Dabei wurde die Hoffläche vor dem Wohnstallhaus eingeengt und ein Beetgarten an dieser Stelle überbaut. Zeitgleich mit der Errichtung dieses Gebäudes erfolgte vermutlich der Umbau im Stallteil des Wohnstallhauses, da in beiden Fällen das gleiche Ziegelsichtmauerwerk mit einer Stahl-Steindecke angewendet wurde. Neben einem Jungviehstall und 2 Schweinekoben wurde im Anbau eine Futterküche mit Ziegelschornstein untergebracht. Der neue Stall führt im Drempelgeschoss das Fachwerkgefüge und die Lehmsteinausfachung des älteren Stallgebäudes fort, das Fachwerk besteht jedoch aus gesägten Hölzern.