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Dienstag, 24.10.2017
Noteindeckung im November 2001
Ansicht 2003
mit neuem Dach und neuem Tor im April 2005
zum Tag des offenen Denkmals 2005

Die Scheune

Die Scheune schließt den Hof über die gesamte Grundstücksbreite zum dahinterliegenden Gartenland ab. Das Gebäude ist dreizonig quergeteilt und wird traufseitig erschlossen. Im mittleren Teil befindet sich die Tenne, auf deren Stampflehmboden das Korn gedroschen wurde. Hier wurden die vollbeladenen Erntewagen durch das hofseitige Doppeltor hereingefahren und entladen. Zum Garten hin ist die Tenne erweitert, möglicherweise zur Aufnahme der Wagendeichseln.
Der südlich anschließende Bansen diente zur Lagerung des ungedroschenen Getreides und nach dem Dreschen für das Stroh, dass bis in den Dachraum aufgehäuft wurde. Er liegt etwas erhöht, da sich darunter ein von außen zugänglicher Kellerraum befindet, der zwei Schüttöffnungen von der Tenne aus besitzt. Diese Schüttöffnungen lassen eine Funktion als Rüben- und Kartoffelspeicher vermuten.
Im nördlichen Teil erfolgte um 1900 der Einbau einer Dreschmaschine mit Transmissionsantrieb von außen. Etwa zeitgleich wurde die Scheune verlängert und eine Wagenremise abgeteilt.
Die Wände der Scheune sind in Massivbauweise errichtet. An der Rückseite und am Südgiebel ist eine Stampflehmwand erhalten, die wie die Wände des Wohnhauses errichtet wurde.
Der Dachstuhl ist als Kehlbalkendach mit doppelt stehendem Stuhl errichtet. Die Doppeldeckung aus Handstrichziegeln liegt auf einer Dachlattung aus handgebeilten Latten mit einer Lattenweite von 16-18 cm.

Quelle(n):

"Geschichte, Gestalt und Entwicklungsmöglichkeiten einer Hofanlage im Weimarer Land"
Erläuterungsbericht der Diplomarbeit von J.Kölpin, 2002